Mehr Beinfreiheit für die Landwirtschaft – Erster Austausch mit Landwirtschaftsvertretern in Helmstedt

Beim ersten agrarpolitischen Austausch nach der Bundestagswahl kam der Wahlkreisabgeordnete Alexander Jordan am vergangenen Montag in Helmstedt mit zahlreichen Vertreterinnen und Vertretern der Landwirtschaft ins Gespräch. In der Runde griff MdB Jordan die jüngste Ankündigung des neuen Bundesministers für Ernährung und Landwirtschaft auf, der „mehr Beinfreiheit für die Landwirtschaft“ zugesagt hatte – insbesondere im Hinblick auf Bürokratieabbau und mehr Handlungsspielräume für landwirtschaftliche Betriebe.
An dem Treffen nahmen engagierte Vertreter aus dem Landvolk, dem Maschinenring, der Landberatung, von Biogasanlagen, der Landfrauen sowie der Jägerschaft teil. Gemeinsam repräsentieren sie mehrere hundert Mitglieder in der Region und brachten konkrete Anliegen und Lösungsvorschläge ein.
Im Fokus stand die Forderung nach einem entschlossenen Abbau bürokratischer Hürden. So wurde etwa die Vereinfachung im Düngemittelbereich mit der Hoftorbilanz thematisiert – als Beispiel um überbordende Dokumentationspflichten, die in der Praxis Zeit und Ressourcen binden, zu reduzieren. Alexander Jordan betonte, dass Vertrauen in das Fachwissen und die Verantwortung der Landwirte die Grundlage für eine solche Entlastung sei. Es gehe darum, ihnen mehr Freiraum für wirtschaftlich tragfähige und ökologisch sinnvolle Entscheidungen zu geben.
Ein weiterer wichtiger Diskussionspunkt war die Zukunft der Biogaserzeugung. Das kürzlich verabschiedete Biomasse-Paket wurde als hilfreicher Schritt begrüßt. Biogas leiste als grundlastfähige und flexibel steuerbare Energieform einen essenziellen Beitrag zur Energieversorgung – sei es über Stromproduktion oder die Einspeisung ins Gasnetz. Ein „Maisdeckel“ sei in der Region Helmstedt nicht erforderlich, da Mais nur in begrenztem Umfang angebaut werde, aber gleichzeitig hohe Erträge und Wirkungsgrade biete. Der Umstieg auf andere Kulturen würde einen höheren Flächenverbrauch mit sich bringen.
Beim Thema Weidetierschutz richtete sich der Blick auf die Wolfspopulation. Die Hoffnung wurde geäußert, dass der Wolf zügig ins Jagdrecht aufgenommen wird, um die Weidetierhaltung auch in Zukunft abzusichern.
Zudem wurde der Pflanzenschutz als unverzichtbar bezeichnet, um Fruchtfolgen – insbesondere mit Weizen – weiterhin wirtschaftlich und ökologisch sinnvoll zu gestalten. Hier sei eine sachgerechte Bewertung der Mittel notwendig, um die heimische Produktion nicht zu gefährden.
Das Fazit:
Die Landwirtschaft in Deutschland steht auf einem starken Fundament – mit besten Böden, hochwertigen Produkten und einer im internationalen Vergleich überlegenen Ökobilanz. Alexander Jordan sicherte zu, die Anliegen aus dem Gespräch in die Arbeit des Ausschusses für Ernährung und Landwirtschaft einzubringen.
Bildunterschrift: MdB Jordan mit den Teilnehmern vor dem Grünen Zentrum Helmstedt – von links: Volker Meier, Alexander Jordan, Nils Müller, Mark Widdecke, Fiete Köhler, Hubert Böning, Elisa Pape, Wiebke Janshen, Jürgen Ehlers, Karl-Friedrich Wolff von der Sahl, Gerhart Rott
Fotos & Copyright: Alexander Jordan MdB

