Mehr Beinfrei­heit für die Landwirt­schaft – Erster Austausch mit Landwirt­schafts­ver­tre­tern in Helmstedt

MdB Jordan mit den Teilnehmern vor dem Grünen Zentrum Helmstedt - von links: Volker Meier, Alexander Jordan, Nils Müller, Mark Widdecke, Fiete Köhler, Hubert Böning, Elisa Pape, Wiebke Janshen, Jürgen Ehlers, Karl-Friedrich Wolff von der Sahl, Gerhart Rott Foto & Copyright: Alexander Jordan MdB

Beim ersten agrar­po­li­ti­schen Austausch nach der Bundes­tags­wahl kam der Wahlkreis­ab­ge­ord­nete Alexander Jordan am vergan­genen Montag in Helmstedt mit zahlrei­chen Vertre­te­rinnen und Vertre­tern der Landwirt­schaft ins Gespräch. In der Runde griff MdB Jordan die jüngste Ankün­di­gung des neuen Bundes­mi­nis­ters für Ernährung und Landwirt­schaft auf, der „mehr Beinfrei­heit für die Landwirt­schaft“ zugesagt hatte – insbe­son­dere im Hinblick auf Bürokra­tie­abbau und mehr Handlungs­spiel­räume für landwirt­schaft­liche Betriebe.

An dem Treffen nahmen engagierte Vertreter aus dem Landvolk, dem Maschi­nen­ring, der Landbe­ra­tung, von Biogas­an­lagen, der Landfrauen sowie der Jäger­schaft teil. Gemeinsam reprä­sen­tieren sie mehrere hundert Mitglieder in der Region und brachten konkrete Anliegen und Lösungs­vor­schläge ein.

Im Fokus stand die Forderung nach einem entschlos­senen Abbau bürokra­ti­scher Hürden. So wurde etwa die Verein­fa­chung im Dünge­mit­tel­be­reich mit der Hoftor­bi­lanz thema­ti­siert – als Beispiel um überbor­dende Dokumen­ta­ti­ons­pflichten, die in der Praxis Zeit und Ressourcen binden, zu reduzieren. Alexander Jordan betonte, dass Vertrauen in das Fachwissen und die Verant­wor­tung der Landwirte die Grundlage für eine solche Entlas­tung sei. Es gehe darum, ihnen mehr Freiraum für wirtschaft­lich tragfä­hige und ökolo­gisch sinnvolle Entschei­dungen zu geben.

Ein weiterer wichtiger Diskus­si­ons­punkt war die Zukunft der Biogaser­zeu­gung. Das kürzlich verab­schie­dete Biomasse-Paket wurde als hilfrei­cher Schritt begrüßt. Biogas leiste als grund­last­fä­hige und flexibel steuer­bare Energie­form einen essen­zi­ellen Beitrag zur Energie­ver­sor­gung – sei es über Strom­pro­duk­tion oder die Einspei­sung ins Gasnetz. Ein „Maisde­ckel“ sei in der Region Helmstedt nicht erfor­der­lich, da Mais nur in begrenztem Umfang angebaut werde, aber gleich­zeitig hohe Erträge und Wirkungs­grade biete. Der Umstieg auf andere Kulturen würde einen höheren Flächen­ver­brauch mit sich bringen.

Beim Thema Weide­tier­schutz richtete sich der Blick auf die Wolfs­po­pu­la­tion. Die Hoffnung wurde geäußert, dass der Wolf zügig ins Jagdrecht aufge­nommen wird, um die Weide­tier­hal­tung auch in Zukunft abzusi­chern.

Zudem wurde der Pflan­zen­schutz als unver­zichtbar bezeichnet, um Frucht­folgen – insbe­son­dere mit Weizen – weiterhin wirtschaft­lich und ökolo­gisch sinnvoll zu gestalten. Hier sei eine sachge­rechte Bewertung der Mittel notwendig, um die heimische Produk­tion nicht zu gefährden.

Das Fazit:

Die Landwirt­schaft in Deutsch­land steht auf einem starken Fundament – mit besten Böden, hochwer­tigen Produkten und einer im inter­na­tio­nalen Vergleich überle­genen Ökobilanz. Alexander Jordan sicherte zu, die Anliegen aus dem Gespräch in die Arbeit des Ausschusses für Ernährung und Landwirt­schaft einzu­bringen.

Bildun­ter­schrift: MdB Jordan mit den Teilneh­mern vor dem Grünen Zentrum Helmstedt – von links: Volker Meier, Alexander Jordan, Nils Müller, Mark Widdecke, Fiete Köhler, Hubert Böning, Elisa Pape, Wiebke Janshen, Jürgen Ehlers, Karl-Friedrich Wolff von der Sahl, Gerhart Rott

Fotos & Copyright: Alexander Jordan MdB