Sonder­ver­mögen: Mehr Bundes­geld muss direkt bei den Kommunen ankommen

Alexander Jordan MdB vor derReichstags- Kuppel @Alexander Jordan

Jordan, Bode und Wendt: „Das Land muss den kommu­nalen Anteil deutlich erhöhen“

Landkreis Helmstedt, 4.6.2026: Anläss­lich des aktuellen Länder­be­richts des Nieder­säch­si­schen Finanz­mi­nis­te­riums zur Vertei­lung der Bundes­mittel aus dem Sonder­ver­mögen äußern sich die christ­de­mo­kra­ti­schen Vertreter aus Bund, Land und Kommune Alexander Jordan MdB, Veronika Bode MdL sowie Landrats­kan­didat Torsten Wendt:

„Der Bund zahlt dem Land Nieder­sachsen 9,423 Milli­arden Euro aus dem Sonder­ver­mögen für Inves­ti­tionen in die örtliche Infra­struktur. Davon kommen aber nur 50 Prozent, also rund 4,712 Milli­arden Euro, direkt bei den Kommunen an. Die andere Hälfte bleibt beim Land und wird über Landes­maß­nahmen verplant. So wird aus dem Sonder­ver­mögen noch kein echter Inves­ti­ti­ons­schub für die Kommunen. Wer kommunale Infra­struktur stärken will, muss dafür sorgen, dass deutlich mehr Bundes­mittel unmit­telbar vor Ort ankommen.“

Alexander Jordan, direkt gewählter Bundes­tags­ab­ge­ord­neter für Helmstedt-Wolfsburg, erklärt:

„Der Bund liefert, jetzt darf Hannover nicht bremsen. Die Mittel aus dem Sonder­ver­mögen müssen konkrete Verbes­se­rungen vor Ort ermög­li­chen. Unsere Kommunen kennen ihre Priori­täten, tragen einen großen Teil der Infra­struk­tur­ver­ant­wor­tung und brauchen dafür mehr direkte Spiel­räume. Deshalb ist das Land gefordert, die kommunale Ebene stärker zu betei­ligen und den direkten Anteil der Bundes­mittel deutlich zu erhöhen.

Veronika Bode, Landtags­ab­ge­ord­nete und CDU-Kreis­­vor­­­si­t­­zende in Helmstedt, betont:

„Nieder­sach­sens rot-grüne Landes­re­gie­rung will einen vergleichs­weisen großen Anteil der abruf­baren Finanz­mittel im Landes­haus­halt einbe­halten. Nordrhein-Westfalen gibt beispiels­weise 70 Prozent der Mittel aus dem Sonder­ver­mögen direkt an die Kommunen weiter. Nieder­sachsen plant lediglich 50 Prozent. Darüber hinaus hält die Landes­re­gie­rung 10 Prozent der für die Kommunen vorge­se­henen Mittel zurück, um darüber Landes­pro­gramme zu finan­zieren. Auch in Punkto Zügigkeit wird Nieder­sachsen zum Bummelzug. Lies’ Mannschaft ist es im Vorfeld nicht gelungen, eine abgestimmte Position mit den kommu­nalen Spitzen­ver­bänden zu erarbeiten. Während andere Bundes­länder bereits im Herbst letzten Jahres politi­sche Weichen stellten und Gesetze zum Jahres­be­ginn 2026 in Kraft setzten, ist in Nieder­sachsen damit frühes­tens in der 2. Jahres­hälfte 2026 zu rechnen. Die Landes­re­gie­rung hat den Moder­ni­sie­rungs­pro­zess an dieser Stelle klar verzögert und damit Chancen vertan.“

Torsten Wendt, CDU-Kandidat für die Landrats­wahl am 13. September 2026 ergänzt:

„Aus kommu­naler Sicht kommt es vor allem auf Planbar­keit und Verläss­lich­keit an. Inves­ti­tionen in Verkehrs­wege, Schulen, Feuerwehr, Sport­stätten und Verwal­tungs­in­fra­struktur lassen sich nicht kurzfristig aus dem laufenden Haushalt stemmen. Die Kommunen brauchen ausrei­chende Mittel, klare Verfahren und die Sicher­heit, dass notwen­dige Projekte auch tatsäch­lich umgesetzt werden können.“

Jordan, Bode und Wendt fordern die Landes­re­gie­rung auf, die Mittel­ver­tei­lung zugunsten der Kommunen nachzu­bes­sern:

„Die rot-grüne Landes­re­gie­rung zeigt häufig mit dem Finger nach Berlin und fordert regel­mäßig mehr Geld vom Bund. Jetzt ist es da, das Land gibt es aber nicht vollum­fäng­lich an die Kommunen weiter. Wir brauchen eine Reform des Finan­zie­rungs­aus­gleichs und ein tragfä­higes Konzept, damit die Kommunen auch in den kommenden Jahren ihre Aufgaben zuver­lässig erfüllen können. Wer von kommu­naler Stärke spricht, muss den Kommunen auch die notwen­digen finan­zi­ellen Handlungs­spiel­räume eröffnen.”