Automo­bil­standort braucht Wettbe­werbs­fä­hig­keit statt Planwirt­schaft

Berlin, 9.7.2026: Anläss­lich der heutigen Beratung im Deutschen Bundestag über zwei Anträge der Fraktion Die Linke zur Zukunft und Förderung der Automo­bil­in­dus­trie erklärt Alexander Jordan, direkt gewählter Bundes­tags­ab­ge­ord­neter für Helmstedt-Wolfsburg und Bericht­erstatter der CDU/CSU-Bundes­­tags­­frak­­tion für den Automo­bil­standort Deutsch­land:

„Die deutsche Automo­bil­in­dus­trie steht massiv unter Druck. Absatz­rück­gänge, hohe Energie­preise, Zollri­siken, neue Wettbe­werber aus China und enorme Trans­for­ma­ti­ons­kosten belasten Hersteller, Zulie­ferer und ganze Regionen. Für unseren Wahlkreis Helmstedt-Wolfsburg ist die Zukunft der Automo­bil­in­dus­trie deshalb keine abstrakte Frage. Sie entscheidet über Arbeits­plätze, Wertschöp­fung, Ausbil­dung und Zukunfts­chancen vor Ort. Die Anträge der Linken geben darauf keine tragfä­hige Antwort. Trans­for­ma­ti­ons­räte, politi­sche Vorgaben für Produkt­pa­letten, staat­liche Produk­ti­ons­len­kung und Überle­gungen zur Überfüh­rung von Werken in öffent­li­ches oder genos­sen­schaft­li­ches Eigentum führen in die falsche Richtung. Unsere Automo­bil­in­dus­trie braucht keine politi­schen Produk­ti­ons­kom­mis­sare. Sie braucht bezahl­bare Energie, weniger Bürokratie, schnel­lere Verfahren, Inves­ti­tionen in Zukunfts­tech­no­lo­gien und verläss­liche Rahmen­be­din­gungen. Planwirt­schaft im neuen Gewand hilft keinem Arbeits­platz in Wolfsburg, Helmstedt oder anderswo in Deutsch­land.

Gerade mit Blick auf Volks­wagen trägt auch das Land Nieder­sachsen besondere Verant­wor­tung. Das Land sitzt im Aufsichtsrat des Konzerns und hat damit unmit­tel­baren Einfluss auf einen der wichtigsten Indus­trie­stand­orte Europas. Wer Volks­wagen stark halten will, muss diesen Einfluss mit indus­trie­po­li­ti­scher Erfahrung, wirtschaft­li­cher Kompetenz und einem klaren Verständnis für das Produkt Automobil ausüben. Die Entsen­dung von Julia Willie Hamburg in den VW-Aufsichtsrat war aus meiner Sicht von Anfang an ein falsches Signal. Gerade in der aktuellen Lage wäre es konse­quent, wenn sie diesen Sitz räumt. Volks­wagen darf nicht zur Indus­trie­ge­denk­stätte werden. Volks­wagen muss ein starker, innova­tiver und wettbe­werbs­fä­higer Automo­bil­her­steller bleiben.“

Link zu den beiden Anträgen der Fraktion “Die Linke”.