Liebe Leserin,
lieber Leser,
die Wochen seit dem letzten Newsletter waren voll mit Terminen, Begegnungen und dem Einstieg in die Arbeit als Bundestagsabgeordneter. Ich gebe zu, dass mich das Pensum überrascht hat, aber auch in der Vergangenheit habe ich gerne und viel gearbeitet. Der Alltag eines Abgeordneten ist dennoch inhaltlich eine ganz neue Erfahrung, an der ich auch in diesem Newsletter gerne wieder teilhaben lasse.
Aus Berlin
Nachdem Friedrich Merz und seine Regierungsmannschaft gewählt worden ist, sind wir in der darauffolgenden Sitzungswoche mit Regierungserklärung und Aussprache in die inhaltliche Auseinandersetzung für die einzelnen Resorts eingestiegen. Ich kann sagen: Die demokratischen Fraktionen im Hohen Haus sind sich der Verantwortung bewusst, die Debatten waren im Grundsatz von Ernsthaftigkeit und Gestaltungswillen gekennzeichnet.
Die eigentliche fachliche Arbeit findet im Vorfeld der Plenardebatten in den Ausschüssen statt, die sich am 21.05.2025 konstituiert haben. Ich bin sehr glücklich, dass ich mich im Verkehrsausschuss engagieren kann. Für unsere Fraktion verantworte ich im Ausschuss die Themen Produktionsstandort Deutschland, Antriebe, Batterien, Kraftstoffe, Ladeinfrastruktur, Fahrerassistenzsysteme, Zulassung und vieles mehr. Mit meinem beruflichen Hintergrund und dem automobilen Schwerpunkt in unserer Region bin ich überzeugt, hier an der richtigen Stelle einen starken Beitrag leisten zu können. Gleichzeitig bin ich als stellvertretendes Mitglied in die Ausschüsse für Forschung, Technologie, Raumfahrt und Technikfolgenabschätzung sowie in den für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat berufen worden. Das sind Bereiche, die für unseren ländlichen Raum, den Forschungsstandort und auch für mich persönlich große Relevanz haben.

Die bis dato interessanteste Ausschusssitzung fand in der letzten Sitzungswoche statt, als unser Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder im Ausschuss Rede und Antwort stand. In der zweiten Fragerunde konnte ich für meine Themenfelder relevante Fragen stellen, sowohl zum autonomen Fahren als auch zum Stand des Ausbaus der Ladeinfrastruktur für E‑Mobilität.
Meine Einschätzung ist: Mit Patrick Schnieder haben wir einen erfahrenen Verkehrspolitiker an der Spitze des Hauses, der sowohl die parlamentarische Arbeit kennt aber auch die Bedingungen, mit denen die Kommunen und Regionen in unserem Land tagtäglich auskommen müssen. Seien es die Zustände der Brücken, die Unzuverlässigkeit der Bahn oder die Herausforderungen für Mobilität im ländlichen Raum, um nur einige wenige Themen anzureißen.
Innerhalb kürzester Zeit hat das Bundesministerium einen ersten Entwurf vorgelegt, der geringere Trassenpreise zur Folge haben wird. Man kann hoffen, dass damit die Bahn Raum hat, die Preise für alle zu senken. Was nicht geht: Die Familienreservierung ersatzlos abzuschaffen und damit Familien zusätzliche Kosten aufzubürden. Ich erwarte von dem Konzern, dass wirtschaftliche Entscheidungen mit dem Anspruch in Einklang gebracht werden ein familienfreundliches Verkehrsmittel anbieten zu wollen.
Diesen Punkt habe ich dann auch in meiner ersten Rede im Hohen Haus auf dem Sprechzettel gehabt, als ich zum Antrag der Grünen „Die Bahn zum Rückgrat klima- und familien-freundlicher Mobilität machen“ sprach. Es ist eine ideologische Versteifung, sich allein auf die Bahn als klima- und familienfreundlichen Verkehrsträger zu fokussieren. Die Lebenswelten in unserem Land sind zu unterschiedlich, das Auto ist für viele im Alltag unverzichtbar, insbesondere in den ländlichen Regionen. Die gesamte Rede kann hier bei Interesse angeschaut werden.

Zu den vielen Gesprächen und Diskussionsrunden, an denen ich in der kurzen Zeit bisher teilgenommen habe, informiere ich immer zeitnah auf meinen Social Media-Accounts, Instagram und Facebook. Dort kann auch die vom TÜV organisierte Diskussion zum Thema „Autonomes Fahren für alle? Digitale Teilhabe auf der Straße“nachgehört werden, ebenso wie die Podiumsdiskussion mit dem Deutschen Verkehrsforum zur Digitalisierung im Verkehr. In dieser Woche war ich als Speaker beim Bitkom Digital Mobility Club, ebenfalls zum autonomen Fahren und zur Digitalisierung unserer Mobilität. Das sind alles spannende Themen und ich bin dankbar, das Mandat und die damit verbunden Aufgaben wahrnehmen zu können.
Aus der Heimat.
Es gibt viel zu berichten, ich versuche möglichst jedes Schützenfest in meinem Wahlkreis zu besuchen. Als aktives Mitglied der Schützengilde Königslutter von 1470 e.V. ist mir dies ein besonderes Anliegen. Den geselligen Rahmen nutze ich gern für gute Begegnungen und schätze die offenen Gespräche.
Gleichzeitig gibt es in der Heimat Themen, die in den Fokus genommen werden müssen: Die Pflege, insbesondere die Arbeitsbedingungen unter denen diese für unsere Gesellschaft so wertvolle Arbeit erbracht wird. Ich habe mir einen eigenen Eindruck verschafft, als ich in Schöningen bei der Diakonie hospitiert habe. Als jemand der seinen Zivildienst in Einrichtungen der Lebenshilfe verbracht hat, war dies nicht der erste Kontakt zum Thema Pflege. Die Offenheit der Verantwortlichen hat mich sehr berührt und einen klaren Arbeitsauftrag für Berlin mitgegeben.
Die Lebenshilfe in Helmstedt ist 60 Jahre alt geworden. Ein stolzes Jubiläum, dass Anlass zur Freude war. Das Team leistet eine wunderbare Arbeit und es war mir eine große Freude, aus diesem Anlass ein Grußwort zu halten und mit den Gästen ins Gespräch zu kommen.
Es gehört zu den schönen Seiten der Wahlkreisarbeit, die Wertschätzung und Anerkennung für das Geleistete zu überbringen. Dafür gibt es in unserer Heimat unzählige Anlässe, ich berichte darüber intensiv auf Instagram und Facebook.
Wichtig sind mir auch die ganz Kleinen. Viel Freude hat mir und ganz offenkundig auch den kleinen Gastgebern der Besuch im Rahmen der MINTmachtage 2025 in der Kita Rappelkiste in Danndorf gemacht. Der Entdeckergeist und Wissensdurst der Kinder machen Mut und sollten uns motivieren gerade hier in unseren Nachwuchs Geld, Zeit und Zuneigung zu investieren.
Zu den Forschern von morgen passt der Besuch der Open Hybrid Lab Factory in Wolfsburg gemeinsam mit dem Arbeitskreis Wissenschaft der CDU Fraktion im Nieder-sächsischen Landtag. Die OHLF ist ein Forschungscampus, der es bis zu 300 Forscherinnen und Forschern ermöglicht auf ca. 3000 qm gemeinsame Infrastruktur zu nutzen. Produktion, Recycling und moderne Laboreinrichtungen stehen zur Verfügung. Schwerpunkt des OHLF ist der nachhaltige Leichtbau & die Circular Economy, also Kreislaufwirtschaft. Finanziert wird das OHLF unter anderem durch das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt und von Unternehmen aus der Industrie. Ziel ist es von der Forschung schnell in die Anwendung zu kommen.



Wichtig sind mir auch die ganz Kleinen. Viel Freude hat mir und ganz offenkundig auch den kleinen Gastgebern der Besuch im Rahmen der MINTmachtage 2025 in der Kita Rappelkiste in Danndorf gemacht. Der Entdeckergeist und Wissensdurst der Kinder machen Mut und sollten uns motivieren gerade hier in unseren Nachwuchs Geld, Zeit und Zuneigung zu investieren.
Zu den Forschern von morgen passt der Besuch der Open Hybrid Lab Factory in Wolfsburg gemeinsam mit dem Arbeitskreis Wissenschaft der CDU Fraktion im Nieder-sächsischen Landtag. Die OHLF ist ein Forschungscampus, der es bis zu 300 Forscherinnen und Forschern ermöglicht auf ca. 3000 qm gemeinsame Infrastruktur zu nutzen. Produktion, Recycling und moderne Laboreinrichtungen stehen zur Verfügung. Schwerpunkt des OHLF ist der nachhaltige Leichtbau & die Circular Economy, also Kreislaufwirtschaft. Finanziert wird das OHLF unter anderem durch das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt und von Unternehmen aus der Industrie. Ziel ist es von der Forschung schnell in die Anwendung zu kommen.

Mit der Wirtschaftsregion Helmstedt und Landrat Gerhard Radeck haben wir Vertreter der Physikalisch Technischen Bundesanstalt in Helmstedt empfangen. Die PTB in Braunschweig ist einmalig. Sie beherbergt nicht nur wesentliche Teile unserer genauen Uhrzeit (“Atomuhr”) sondern ist Dreh- und Angelpunkt für das Mess- und Prüfwesen. Dr. Schrader und Dr. Kothe sind im Innovationszentrum für Systemische Metrologie (IZSM) fachlich unter anderem verantwortlich für Metrologie für vernetzte Mobilität. Das spielt auch für das autonome Fahren eine große Rolle, wenn wir in Deutschland und in unserer Region bald autonom fahrende Fahrzeuge mit SAE Level 4 sehen wollen.

Der Besuch am Fraunhofer IST hat ebenfalls eindrucksvoll gezeigt, welches Potenzial in der Forschung für unsere Region steckt. Besonders spannend: Das Institut ist mit einer optischen Anwendung für den Mars Rover sogar auf dem roten Planeten vertreten – ein starkes Beispiel für die hier entwickelte Spitzenforschung. Die vorgestellte Beschichtungsanlage Opta X steht sinnbildlich für die Innovationskraft, die wir im Strukturwandel, etwa im Landkreis Helmstedt, nutzen können. Im Austausch mit der Präsidentin der Fraunhofer-Gesellschaft und Dr. Guido Hora wurde deutlich, wie wichtig die enge Zusammenarbeit von Forschung, Wirtschaft und Politik ist. Dr. Hora leitet das Innovationshub, das Unternehmen bei der Entwicklung innovativer Geschäftsmodelle unterstützt. Ob Batterierecycling, KI oder Wasserstoffwirtschaft – wir brauchen die richtigen politischen Rahmenbedingungen, um solche Entwicklungen gezielt zu fördern und die Region zukunftsfest aufzustellen.
Aus meinem Büro.
Es geht voran und die Büros in Helmstedt und in Wolfsburg sind nun auch telefonisch zu erreichen: Helmstedt unter 05351–424609 und Wolfsburg unter 05361–558134. Julian Klaas ist erster Ansprechpartner für alle Belange vor Ort und hält den heißen Draht zum Büro im Bundestag aktiv. Wie es in Berlin aussieht, konnte man in meinem Video vom letzten Freitag sehen. Mein neues Büro ist frisch gestrichen. Ich benötige dringend Bilder und Dekoration für unsere Räume im Jakob-Kaiser-Haus des Bundestages und ich freue mich auf Vorschläge dazu – gern mit Bezug zum Wahlkreis.
Wer mich bei Terminen gesehen hat, dem werden vielleicht Daniel Arzt, Mandy Carlisi und Mathias Kretschmann aufgefallen sein, die mich begleiten und die Berichterstattung sicherstellen. Ich freue mich, dass ich ein engagiertes und erfahrenes Team zur Unterstützung an meiner Seite habe. Sprechen Sie uns gerne an, wenn Sie uns unterwegs sehen.
Liebe Leserschaft, dieser Newsletter kommt in unregelmäßigen Abständen, den aktuellen nutze ich, um allen Familien mit Schulkindern schöne Ferien zu wünschen. Ich würde mich freuen, wenn wir den Blick darauf richten, dass nicht nur die Einser-Noten Anlass zu ausgelassener Freude sein sollten, sondern alle Kinder für ihren Einsatz im letzten Schuljahr geherzt werden.
All denen, die unabhängig von den Schulferien sind, wünsche ich ebenso einen schönen Sommer. Die Zeiten sind fordernd, viele haben berechtigte Sorgen ob der aktuellen Lage auf der Welt. Daher ist es umso wichtiger, sich die Zeit zu nehmen und auch mal abzuschalten. Ob im eigenen Garten, auf dem Balkon oder im Urlaub an einem anderen Ort. Akkus aufladen ist das Gebot der Stunde. Nicht nur bei den E‑Autos 😉.
Herzliche Grüße
Ihr und Euer Alexander Jordan
Abgeordneter für Helmstedt, Wolfsburg, Brome und Boldecker Land
PS: Als Abgeordneter im Deutschen Bundestag verstehe ich mich als Auge und Ohr für die Belange aller Bürgerinnen und Bürger im Wahlkreis Helmstedt-Wolfsburg. Die beste Gelegenheit, um Sorgen und Nöte aber auch Vorschläge und Ideen einzubringen, ist das direkte Gespräch.
Um einen Termin zu vereinbaren, wenden Sie sich bitte per E‑Mail an mein Büro unter alexander.jordan@bundestag.de.
Diesen Weg können Sie auch nutzen, um sich für den künftigen Newsletter und unmittelbare
Informationen aus Berlin und der Region anzumelden, gerne unter dem Betreff „Newsletter“.

